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Angst vor dem Kontrollverlust

Ja, auch im Jahr 2014 diskutieren Marketing-Manager sehr ernsthaft, ob soziale Medien überhaupt einen Sinn für ihr Unternehmen haben. Google plus? Läuft nicht. Twitter? Nutzt niemand. Facebook? Stirbt aus. Oder wollen wir lieber sagen: Stirbt  – Gott sei Dank – aus?

Es wirkt, als spreche man mit den Inhabern von Tante-Emma-Läden über die Konkurrenz der Discounter. Oder mit Betreibern von Kaufhäusern über den Internethandel. Das tatsächliche Wissen über soziale Medien ist in vielen Marketingabteilungen immer noch erschreckend dünn. Dürfen unsere Mitarbeiter die Fanseite des eigenen Unternehmens mit „Gefällt mir“ würdigen? Warum verstehen Nutzer nicht, dass unsere Facebook-Seite nur für Bewerber gedacht ist, nicht für Kundenbeschwerden? Und warum lassen sich unsere Mitarbeiter nicht davon abhalten, Videos am Arbeitsplatz zu drehen und fröhlich ins Netz zu stellen? Dieses Internet, so schwant dem einen oder anderen, ist nicht mehr zu bändigen. Was der Manager nicht kennt, das nutzt er nicht – eine fatale Grundlage für unternehmerische Entscheidungen. Das Internet ist ein Seismograph für gesellschaftliche und damit ökonomische Entwicklungen. Wer das immer noch nicht verstanden hat, sollte ganz schnell damit beginnen, die Angst vor dem eigenen Kontrollverlust zu überwinden.

 

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